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Hintergrund
Pflegeeinrichtungen sind zunehmend mit sich differenzierenden Bedarfsgruppen konfrontiert, die entsprechend abgestimmte Leistungen und damit verbundene Kompetenzen in den Einrichtungen erfordern. In diesem Zusammenhang gewinnt unter anderem der Bereich der Palliativversorgung aktuell an Bedeutung, da mit in Kraft treten der Gesundheitsreform 2007 im April dieses Jahres Versicherte in stationären Pflegeeinrichtungen einen Anspruch auf spezialisierte Palliativversorgung haben.

Expertenschätzungen gehen davon aus, dass etwa 10 Prozent aller
Sterbenden in Deutschland eine spezialisierte Palliativversorgung
benötigen. Dieser neue Leistungsanspruch eröffnet neue Perspektiven im
Sinne einer bedarfsgerechten Versorgung für die Betroffenen, aber auch
für Pflegeheimbetreiber, die unter bestimmten Vorraussetzungen
zukünftig mit ihrem eigenen Personal Leistungen der spezialisierten
Palliativversorgung erbringen und abrechnen können. Vor diesem
Hintergrund sind die Projektwerkstätten zur Implementierung von
Hospizkultur und Palliativkompetenz (PWI) entstanden.
Selbstverständlich findet auch bisher in vielen Alten- und Pflegeheimen Sterbebegleitung statt und dieses in der Regel mit hoher Kompetenz und hohem Sachverstand. Nichtsdestotrotz hat sich in den vergangenen Jahren auf dem Gebiet der Palliativversorgung einiges verändert. Viele Erkenntnisse im Bereich der Schmerzbehandlung, Symptomkontrolle aber auch in Bereichen wie der Ablauforganisation und Gesprächstechniken in Krisensituationen haben sich erfreulicher Weise weiterentwickelt. So versteht sich die Palliativmedizin und die Palliativpflege heute immer mehr als eigenes Handlungsfeld.